"Little Arco in Beckum"
Kids-Cup am 12. Juli im Phönix-Park

Sonnenschein, angenehm warm, gute Laune überall, ...

... und 55 Kids im Alter zwischen 8 und 13 (neuer Rekord), die den ganzen lieben Tag lang einträchtig miteinander Spaß hatten, Zuschauer, die sich ins Grüne legen konnten und dennoch das Geschehen rundherum mitbekamen, ein Orga-Team, das alles im Griff hatte, Routenschrauber, die die Nacht zuvor abwechslungsreiche, ideenreiche Kletterprobleme geschraubt hatten – das alles in Kombination soll es wirklich irgendwo gegeben haben? Tja, es ist tatsächlich kein Traum! So beobachtet am letzten Samstag beim Kidscup in Beckum im Phönixpark, an der dortigen Outdoor-Kletteranlage der DAV-Sektion Beckum.

Doch der Reihe nach!

Samstagvormittag 11.30 Uhr, im Anmarsch auf die Kletteranlage! Mit gemischten Gefühlen marschiere ich durch den Park. Ob dieses Mal die Organisation besser klappt als beim letzten LM-Wettkampf in Essen? Ob die Routenbauer den Geschmack und das Niveau der Kiddies treffen? Ob die Routen nicht zu längenzügig sind für die ganz Kleinen? Wie wird dieser Wettkampf angenommen im entlegendsten Winkel NRW`s? Viele Fragen gehen mir durch den Kopf.

Kaum erreiche ich die Anlage, schon sehe ich überall Menschen herumspringen in grünen oder grauen T-Shirts mit einem dicken K auf dem Rücken, K für den Verein Klettern 02. Aha, das sieht ja schon einmal nach kräftiger Unterstützung für die DAV-Sektion Beckum aus. Und tatsächlich! In vielen Gesprächen erfahre ich, wie tatkräftig die Vereinsmitglieder um Dieter Overbeck Klaus Hogrebe von der Beckumer Sektion bei der Organisation dieses Wettkampfes unterstützt haben: Die Routenschrauber stammen aus dem Verein: Jonas und Tim Baumann, Jan-Dirk Müller und Oliver Köppert haben die vergangene Nacht teils mit Stirnlampe bewaffnet all die tollen Routen geschraubt, die in wenigen Minuten von den 55 Kiddies (von wegen entlegendster Winkel – wer Spaß am Kidscup hat, macht sich überall hin auf) gestürmt werden. Vor allem bei den Bouldern gab`s tolle Einfälle! Warum nicht mal aus Holz, so dachten sich die vier! Kurzerhand wurde ein langer Baumstamm aus dem Wald zur Anlage geschleppt. Der erwies sich aber leider als zu morsch. Doch die Idee war geboren: ein Baumstammboulder sollte her! Wie gut, dass es in den Reihen des Vereins auch einen Tischlermeister gibt. Gesagt getan! Ein neuer Baumstamm wurde mit Trittkerben versehen und in der Anlage aufgehängt, der Lieblingsboulder vieler Kids beim Wettkampf. Nein, halt, nicht so ganz! Da gab es doch noch den Boulder in der Verschneidung mit Holzgriffen und –tritten und mit dem waagerechten Hangelbaumstamm. Das war auf jeden Fall mein Lieblingsboulder!
Und die Speed-Route? Wo konnte sie schon anders hergehen als durch den Schiffsbug – prädestiniert für solch eine Aufgabe! Auch die Schwierigkeitsrouten waren wohl überlegt in die Anlage gesetzt, teils im Geraden, teils im Überhängenden, teils im Dachbereich, für jeden Geschmack war etwas dabei. Schon ein gutes Stück beruhigt, ob der guten Klettervorbereitungen, schaute ich mich im Außenbereich der Anlage um. Kalte Getränke, Kaffee, Kuchen, Bratwürstchen – als Zuschauer brauchte ich auf nichts zu verzichten, Service rundum!
So war also der Grundstein gelegt für einen rundum gelungenen Kletterwettkampf! Die Kiddies warteten nur auf den Startschuss um endlich loslegen zu können. Viele sind bereits seit der letzten Saison dabei, vieler Erklärungen bedurfte es also nicht mehr bei der Begrüßung. So konnten Klaus und ich uns kurz fassen und das Terrain zügig den Routenschraubern zum Vorklettern überlassen.
In den nächsten Stunden sah man dann allerorts in der Anlage nur kletternde Kids, die sich über Erfolge freuten, die sich gegenseitig anfeuerten, mit Tipps versahen, aber auch trösteten, wenn irgendwo einmal die Route zu flott zu Ende war. Konkurrenz? Dies Wort schien fast ein Fremdwort zu sein! Alle hatten einfach Spaß! Und eventuell ehrgeizigere Eltern als ihre Kids mussten zwangsläufig ein wenig im Abseits bleiben, durften doch nur Aktive und Routenschiris die durch rot-weißes Flatterband markierte Zone betreten.
Drei Stunden Gewusel in der Anlage, 3 Stunden Andrang an den Routen und Bouldern, dann hatte auch der Letzte seine Wettkampfkarte voll und konnte sie bei den Jungens der EDV abgeben. Neue Gesichter dort! Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass sie aus dem Umfeld der Kletter-AG der Realschule Beckum um Klaus Hogrebe und Susanne Scholz stammten. Mit viel Engagement waren sie bei ihrem ersten Einsatz am Samstag dabei. Während nun ausgewertet wurde, überbrückten die Kiddies die Wartezeit mit ihren Team-Spielen.
Wie immer wurde nach dem Zufallsprinzip ausgelost. 11 Fünfer-Teams entstanden auf diese Weise. Sie absolvierten die von Susanne Scholz und Helga Henkenjohann ausgewählten Kletterspiele mit viel Spaß. Das konnte ich gerade noch registrieren, bevor ich mich auf den Heimweg machen musste, die Extraschicht, Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet, erwartete mich daheim. Da wollte ich doch auf jeden Fall pünktlich sein.
So bleibt mir an diese Stelle nur noch ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die mit dazu beitrugen, dass dieser Kidscup zu einem ganz besonderen wurde.
Burgi Beste

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letztes Upload 27.07.2003

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