Westdeutsche Meisterschaft in der Kletterhalle Wupperwände

Ein toller Event, begeisterte Zuschauer, motivierte Wettkämpfer und ein engagiertes Organisationsteam...

90 Starts in insgesamt 7 Altersklassen machten die Westdeutschen Meisterschaften, die am 23. September im DAV-Kletterzentrum Wupperwände erstmals ausgerichtet wurden, zum bislang größten Sportkletter-Event dieser Saison in Nordrhein-Westfalen. Am Ende konnten Juliane Wurm aus Dortmund und Johannes Lau aus Frankenthal zu den ersten Westdeutschen Meistern bei den Damen und Herren gekürt werden.

Schon früh am Morgen herrschte dichtes Gedränge. Sportkletterinnen und Sportkletterer aus Rheinland-Pfalz, Hessen, dem Saarland und aus Nordrhein-Westfalen studierten aufmerksam die von Mike Schuh, Thomas Schulte und Peter Plück geschraubten Quali-Routen. Schon bald ging es intensiv zur Sache, galt es doch genügend Punkte in dieser offenen Qualifikation „einzuheimsen“, um den Einzug ins Finale zu schaffen. Aus 9 Routen unterschiedlicher Schwierigkeit konnten 4 Routen gewählt werden, von denen dann die besten 3 in die Wertung eingingen, ein ungewöhnlicher und sicherlich noch einmal überdenkenswerter Modus. Gut beraten war, wer gleich mit der Freigabe der Routen durchstartete. Die Routenschiedsrichter, allesamt Ehrenamtliche, die durch die Betreiberfirma der Halle „Climb-Inn Klettersport“ sorgfältig ausgesucht waren und durch das Schiedsrichtergespann am Vorabend ausführlich auf seine Arbeit vorbereitet wurden, liefen angesichts des Ansturms zur Höchstform auf. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle.
Nach gut 5 Stunden Kletterzeit standen dann die Finalisten fest. Zunächst suchten die Jugendklassen ihre Meister. Die zahlreich erschienenen Zuschauer ließen sich dank der professionellen Moderation durch Landestrainer Mike Schuh vom ersten Finalisten an zu motivierendem Anfangsapplaus und immer wieder zu Anfeuerungsrufen mitreißen, so dass manch einer der jungen Finalisten über sich hinaus wuchs, was in den ausgesprochen gut und abwechslungsreich geschraubten Routen ein besonderes Vergnügen war .
5 von 7 Titeln gingen an NRW, je einer an Rheinland-Pfalz und Hessen:
Bei der männlichen Jugend B dominierte eindeutig Jan Hojer aus Köln, Mitglied der deutschen Jugendnationalmannschaft. Als Einziger konnte er die Finalroute toppen und siegte so souverän vor Matthias Göttig-Boller aus Siegen und Steffen Kreutz aus Krefeld.
Shootingstar der Saison Luise Raab aus Frankfurt, von Null auf Platz 1 in die Höhe geschossen beim 1. DJC 2006 in Frankenthal, belegte auch bei der Westdeutschen Meisterschaft mit der einzigen Top-Begehung in dieser Gruppe Platz 1 vor Isabell Haag aus Kaiserslautern und Teamkollegin Lara Scharf aus Frankfurt.
Auch bei der weiblichen Jugend A gingen die Planungen der Routenbauer auf: Genau eine Topbegehung durch Juliane Wurm aus Dortmund sicherte ihr den Meistertitel. Platz 2 und 3 gingen nach Köln an Denise Plück und Lara Hojer.
Hauchdünn fiel die Entscheidung bei der männlichen Jugend A aus. Lars Proske aus Bielefeld gewann vor Nikolai Buhl aus Lüdenscheid und Matthias Conrad aus Zweibrücken.
Markus Jung aus Siegen, ob der falschen Zeitplanung um die Möglichkeit der Finalteilnahme bei den Herren gebracht, konnte bei den Junioren sein herausragendes Klettertalent unter Beweis stellen. Mit der einzigen Top-Begehung ging der Titel an ihn vor Lokalmatador Leonard Blume aus Barmen und Florenz Stahl aus Siegen.
Vor den Augen des Wuppertaler Oberbürgermeisters Peter Jung und der 1. Vorsitzenden des Landesverbands NRW des DAV Heidi Cremer kletterten die Damen und Herren um die Meistertitel. Juliane Wurm (Dortmund, einzige Top-Begehung bei den Damen), Sonja Schade (Bielefeld), Saskia Schuster (Köln), so liest sich die Reihenfolge der Ergebnisliste bei den Damen, und bei den Herren: Johannes Lau (Frankenthal), Jonas Baumann (Dortmund) und platzgleich Torsten Schuldt (Witten) mit Peter Würth (Ludwigshafen, „Man, habt ihr lange Boulder hier!“, so sein Ausspruch, nach der Finaltour).
Alle Ergebnisse sind unter www.sportklettern-nrw.de nachzulesen.
Fazit: „Es hat richtig Spaß gemacht“, so verabschiedete sich am Ende einer der Wettkämpfer, obwohl auch er zu den Leidtragenden der sehr knapp bemessenen Qualizeit gehört hatte. Das ist für alle Organisatoren Motivation genug, für das kommende Jahr eine Neuauflage zu planen, zudem war es eine gute Vorbereitung für die an gleicher Stelle stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Seilklettern. Schon jetzt sind alle eingeladen, diesem Highlight des Jahres am 04. 11. 06 ab 14 Uhr beizuwohnen
Ein dickes Dankeschön geht an die ehrenamtlichen Helfer der Sektionen Barmen und Wuppertal, besonders für das leckere Sportler-Buffet, sowie an „Climb-Inn Klettersport“, der Betriebsführung der Wupperwände . Dieses Organisationsteam um Christian Koppenol sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampfes.

Hervorzuheben ist die Unterstützung der Sponsoren, die mit außergewöhnlichen Preisen für strahlende Gesichter sorgten.

Burgi Beste
Fotos: Billy Rubin
letztes Upload 29.09.06

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