Interview mit Jonas Baumann
Aus der aktuellen "Panorama":
Breites Kreuz, lange Arme, wildes Haar…
Er ist der Mann der kleinen Griffe, abgefahrenen Körperpositionen und weiten Sprünge: Jonas Baumann aus Dortmund ist derzeit der erfolgreichste deutsche Wettkampfboulderer. Der Student, der für die Sektion Wuppertal startet, konnte als erster Deutscher bei den Herren im Weltcup auf das Podium bouldern: 2007 wurde er in Erlangen Dritter. In der Saison 2008 sicherte er sich mit konstant guten Leistungen ebenfalls als erster Deutscher mit dem 8. Platz eine Top-10-Platzierung im Gesamtweltcup Bouldern. Aber Jonas Baumann ist nicht nur im Bouldern stark: Neben seinen Einsätzen für die DAV Boulder-Nationalmannschaft entwickelt der Tausendsassa auch erfolgreich technologische Ideen und wurde dafür bereits mehrere Male mit Preisen ausgezeichnet. Zeit also, den körperlichen und geistigen Problemlöser im Interview zum Bouldern und seinen sonstigen Zielen zu befragen.
Jonas, du hast 2008 mit einem weiteren Finaleinzug beim Boulderweltcup in Moskau und einem 8. Platz in der Gesamtwertung gezeigt, dass dein dritter Platz vom Weltcup 2007 in Erlangen keine Eintagsfliege war. Dein Fazit zur Saison 2008?
Eigentlich bin ich ja mit den besten Voraussetzungen in die Saison 2008 gestartet: Ich hatte während der Zeit bei der Sportfördergruppe viel Zeit und die besten Bedingungen fürs Training. Doch insbesondere zu Beginn des Jahres hatte ich etwas Probleme, die über den Winter im Training erzielte Leistungssteigerung im Wettkampf an die Wand zu bringen – zum Beispiel beim ersten Weltcup in Hall, wo ich nur 31. wurde. Im Laufe der Saison habe ich dieses Problem jedoch allmählich in den Griff bekommen und mich von Wettkampf zu Wettkampf wohler gefühlt, was sich dann auch in den Ergebnissen widergespiegelt hat.
Was ist für dich im Weltcup noch machbar? Werden wir dich nun noch öfter im Finale oder sogar auf dem Treppchen bei den Boulder-Weltcups sehen?
Zuerst einmal: Im internationalen Klettersport wird die Leistungsdichte von Jahr zu Jahr höher. Ich selbst konnte zum Beispiel 2006 – da war ich auf jeden Fall noch deutlich schwächer und unerfahrener als heute – sogar ohne bei allen Weltcups teilgenommen zu haben, einen 12. Platz im Gesamtweltcup erreichen – das wäre heute undenkbar. Vor dem letzten Weltcup in Moskau, bei dem ich mich durch einen 5. Platz auf den 8. Platz im Gesamtweltcup katapultieren konnte, war ein 12. Platz unterm Strich noch in weiter Ferne. Die Anforderungen werden immer höher, der Faktor Glück gewinnt zunehmend an Bedeutung, aber auch ich entwickle mich wie alle anderen deutschen Athleten immer weiter. Daher denke ich, dass es durchaus möglich sein wird, auch nächstes Jahr noch den einen oder anderen Finaleinzug verbuchen zu können. Mein Ziel ist es ganz bestimmt.
Schon seit Jahren ist Kilian Fischhuber nun der dominierende Boulderer im Weltcup. Was ist los mit dem Kollegen? Ist es die österreichische Zauberbrause, die ihm Flügel verleiht oder warum ist der Mann konstant so stark?
Kilian ist auf jeden Fall einer der stärksten Boulderer der Welt. Auch wenn es sicher Kletterer gibt, die in bestimmten Bereichen noch viel stärker sind, schafft Kilian es, über das gesamte breite Spektrum des Bouldersports hinweg stark zu sein: Wettkampfbedingungen, Neigungen der Wände oder Art der Boulder… all das scheint ihn am wenigsten von allen Startern zu beeinflussen. Er kommt folglich mit dem größten Anteil der auf Wettkämpfen gestellten Probleme gut zurecht und erlaubt sich daher nur sehr wenig entscheidende Fehler.
Du bist 2008 sowohl im Weltcup gestartet als auch auf „happening“-mäßigen Wettkämpfen wie dem BAZ! oder der Retailer Show in Salt Lake City. Was macht den Reiz solcher Veranstaltungen aus?
Solche Events sind reizvoll, weil sie sich von den klassischen und offiziellen Wettkämpfen in vielen Punkten unterscheiden: Die Ausrichter sind zum Beispiel in Bezug auf Wettkampf-Regeln und -Modi deutlich experimentierfreudiger als die IFSC, was nicht zuletzt Grund dafür ist, dass entsprechende Events mehr als nur ein Leistungsvergleich sind. Der Eventcharakter lockt auch immer mehr Kletterer an, die den klassischen Wettkampfmodus scheuen. Beim BAZ (Anm.d.Red: „Boulderen aan Zee“ am Strand von Scheveningen; Holland) boulderten über 500 Teilnehmer am Strand und der besagte von Mammut in Salt Lake City ausgerichtete Wettkampf, zu dem ich eingeladen wurde, hat Topkletterer wie Paul Robinson, Ethan Pringle, Daniel Woods und nicht zuletzt Chris Sharma angelockt. Diese Jungs verirren sich in der Regel ja nur sehr selten auf die offiziellen internationalen Wettkämpfe.
Und warum glaubst du, scheuen diese Stars die „normalen“ Wettkämpfe? Haben sie Angst, ihren Ruf zu verlieren? Sie sind ja vor allem für härteste Felsbegehungen bekannt.
Keine Ahnung… Ich denke, pauschal kann man das nicht sagen. Einige werden auf die „normalen“ Wettkämpfe nicht kommen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie mit dem hohen Druck auf den offiziellen internationalen Wettkämpfen nicht zurechtkommen. Andere haben Probleme, sich mit dem Klettern als seriösem Wettkampfsport zu identifizieren. Manchen wird es auch einfach nicht liegen, Boulder schnell und in wenigen Versuchen klettern zu müssen. Diese Jungs können, wenn sie viel Zeit haben einen Boulder zu projektieren, unglaublich schwere Boulder klettern, haben aber Probleme, sich Boulder in wenig Zeit und Versuchen zu erarbeiten oder sogar zu flashen.
Wie würde denn deine Idealvorstellung eines Boulderwettkampfes aussehen?
Es müsste zuerst einmal ein Wettkampfmodus sein, der natürlich fair ist und sowohl den Boulderern selbst als auch den Zuschauern Spaß bringt. Dazu müssten interessante, außergewöhnliche und spektakuläre Boulder geschraubt sein und ein möglichst großes Publikum nah am Geschehen dabei sein. Außerdem müsste der Wettkampf an einer in irgendeiner Art und Weise besonderen Location stattfinden und es müssten die weltbesten Athleten teilnehmen.
Wo siehst du derzeit Defizite bei den „offiziellen“ Wettkämpfen? Oder siehst du da überhaupt welche?

Der Klettersport entwickelt sich zur Zeit sehr stark. Es werden immer wieder neue Modi und Wettkampfbedingungen ausprobiert, um den Wünschen aller an einem Wettkampf beteiligten Personengruppen weitestgehend gerecht zu werden. Zur Zeit merkt man als Sportler sehr stark, dass die Ausrichter versuchen, einiges zu verändern um professioneller zu werden. Von dieser Professionalisierung sind aber nicht alle Wettkämpfe oder Teilbereiche der Wettkämpfe gleichermaßen betroffen. Dieses Ungleichgewicht lässt das Wirken der Offiziellen oft als entweder überzogen oder amateurhaft erscheinen. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass ein offizieller Boulderweltcup in Serbien am Tag vor dem Wettkampf abgesagt werden muss, weil die Wand noch nicht steht! Manchmal führt auch das sicherlich lobenswerte Bestreben der Ausrichter, die Wettkämpfe vor allem für Zuschauer und Medien interessanter zu gestalten dazu, dass sich die Athleten vernachlässigt oder ihre Leistungen nicht ausreichend honoriert sehen.
Was macht für dich den Reiz von Boulderwettkämpfen aus?
Wie bei allen Wettkämpfen bietet auch ein Boulderwettkampf zunächst einmal die Möglichkeit, sich mit anderen Sportlern zu vergleichen. Was das Bouldern aber sicherlich von vielen Sportarten unterscheidet, ist, dass selbst auf den internationalen Wettkämpfen ein fast immer freundschaftliches Verhältnis zwischen den Sportlern der unterschiedlichsten Nationen herrscht. Man hat einfach immer Spaß – auch wenn man stundenlang in der Isolation sitzen und darauf warten muss, endlich starten zu dürfen. Außerdem lernt man mit den anderen Sportlern die verschiedensten Länder von den USA über Russland bis China kennen – wenn auch nur für wenige Tage, weil meist die Woche drauf ein weiterer Wettkamp stattfindet. Wie die Menschen, Kultur und Landschaft sind auch die Boulder von Land zu Land unterschiedlich, man sieht sich also fast jeden Wettkampf mit einem ganz neuen Style an Bouldern konfrontiert, wodurch man auf solchen Wettkämpfen auch unwahrscheinlich viel lernen kann.
Stichwort Olympische Spiele und Klettern: Ist das ein Thema für dich? Würdest du als Boulderer dabei sein wollen?
Die Olympischen Spiele sind das größte Sportereignis überhaupt. Wenn ich dürfte, dann wäre ich auf jeden Fall dabei. Ich kenne auch keinen Sportler, der sich solch ein Event entgehen lassen wollte! Für mich ist das Thema allerdings erst einmal nicht vorrangig auf dem Schirm, da in den kommenden Jahren leider erst einmal nicht mit einer Aufnahme des Klettersports in das olympische Programm zu rechnen ist. Ich bin also auch als Athlet erst mal noch nicht direkt betroffen. Momentan sind daher die Europameisterschaften, Weltcups und Weltmeisterschaften die wichtigsten Ereignisse im Jahr und daher auch die Wettkämpfe, auf die ich mich konzentrieren möchte. Ich denke aber, dass eine Aufnahme des Kletterns in das olympische Programm mit großer Aufwertung und Anerkennung des Sports verbunden wäre.
Worin unterscheidet sich das Training eines Boulderers von dem eines Seilkletterers –wenn man bei beiden vom Weltcupniveau ausgeht?
Die Belastungen einer Bouldereinheit sind deutlich höher als beim Leadklettern. Daher braucht man als Boulderer etwas längere Pausen zwischen den Einheiten. Überspitzt könnte man sagen, dass man beim Bouldern in Bezug auf den Zeitaufwand etwas weniger, dafür aber härter und intensiver trainieren muss.
Was muss ein Boulderer, der auf Weltcup-Niveau klettern will, mitbringen?
In erster Linie muss er eine große Begeisterung fürs Bouldern mitbringen, was ich als Voraussetzung dafür sehe, langfristig motiviert und professionell für Wettkämpfe zu trainieren. Daneben gibt es natürlich auch ein paar offensichtliche körperliche Voraussetzungen. Außerdem muss man die Möglichkeit haben, mitunter viel Zeit für die Wettkämpfe zu investieren und auch Wochentage im Ausland verbringen zu können.
Deine Freundin Juliane Wurm ist ebenfalls eine sehr erfolgreiche Wettkampfkletterin: Ist es hilfreich, wenn der Partner auch „voll im Geschäft“ ist, oder stresst es auch manchmal, wenn sich wirklich alles ums Klettern dreht?
Würde es sich immer und überall nur ums Klettern drehen, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es zu Spannungen kommen kann, aber ich denke wir schaffen es ganz gut, gleichzeitig ein Leben mit und neben dem Klettern zu führen. Davon abgesehen überwiegen die Vorteile aus der Tatsache dass Jule auch klettert haushoch – andernfalls könnte ich mir zum Beispiel nicht vorstellen, wie es mit der ohnehin immer schwierigen „Urlaubsziel-Auswahl“ und vielem mehr funktionieren sollte…
Du boulderst ja nicht nur stark, sondern bist auch ein hervorragender Speedkletterer – unter anderem bist du auch schon im Weltcup gestartet. Hierzulande fristet das Speedklettern noch ein wenig ein Schattendasein neben den beiden anderen Disziplinen. Woran denkst du, liegt das?
Ich denke das liegt unter anderem daran, dass es für deutsche Speedkletterer, zumindest momentan, keine besonders guten Perspektiven im von den Osteuropäern – insbesondere Russen sowie Asiaten – dominierten internationalen Wettkampfgeschehen gibt. Unter den Chinesen und Russen gibt es Kletterer, deren Trainingsinhalt nahezu ausschließlich darin besteht, die Norm-Speed-Wand hoch und runter zu klettern. In Deutschland scheitert dies nicht erst an der mangelnden Motivation potentieller Speedkletterer, sondern schon der Verfügbarkeit der Norm-Speed-Wand oder auch nur der nötigen Norm-Speed-Griffe.
Alle Experten sind sich einig, dass eine weitere Popularität des Kletterns und auch eine Aufnahme in das Olympische Programm über das Speedklettern laufen wird, da das für den Laien am faszinierendsten und nachvollziehbarsten ist. Könntest du dir vorstellen, noch gezielter als bisher für Speed zu trainieren? Vielleicht auch für Olympia oder die World Games, die 2013 wahrscheinlich wieder in Deutschland sein werden?
Ich kann mir durchaus vorstellen, mich mehr im Bereich Speedklettern zu engagieren, aber dafür müssten, wie gesagt, zuerst einmal adäquate Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stehen! Wenn diese irgendwann mal gegeben sein sollten, dann wäre die Aussicht auf einen World Games-Start natürlich eine große Motivation für mich, entsprechend Speed zu trainieren.
Du hast ja auch eine sehr professionell gemachte Homepage und hast auch für Juliane eine super Seite gemacht: Wie wichtig findest du die Selbstvermarktung – wenn man das mal so nennen kann – als Wettkampfkletterer?
Eine Präsenz im Internet halte ich inzwischen für einen halbwegs professionellen Sportler auf internationalem Niveau für notwendig oder zumindest angemessen. Davon abgesehen macht es mir einfach Spaß, die Internetseiten von Jule und mir zu erstellen und zu pflegen. Außerdem bin ich mir sicher, dass es auch die Sponsoren freut, wenn sich ihre Athleten auch im Internet präsentieren.
Was die wenigsten wissen dürften: Du bist ja nicht nur ein Mann des Körpers und der Kraft, sondern auch ein ausgesprochen aufgewecktes Köpfchen: du hast bereits vier mal bei „Jugend forscht“ teilgenommen, jedes Mal den Regionalwettbewerb gewonnen und drei zweite und einen dritten Platz auf den Landeswettbewerben belegt. Vielleicht kannst du mal kurz schildern, was du da entwickelt hast.
2003 habe ich das erste Mal mit dem Fluxomat bei „Jugend forscht“ im Fachbereich Technik teilgenommen. Dabei handelt es sich um ein von mir entwickeltes Gerät, mit dem es möglich ist, einen zuverlässigen Schnelltest auf Formaldehyd in Holz und anderen festen Stoffen durchzuführen. Im folgenden Jahr habe ich mit meinem Bruder Tim eine Arbeit im Fachbereich Biologie über die Funktionsfähigkeit angeblich antibakteriell wirkender Textilien eingereicht. Im Jahr 2005 habe ich dann wieder in der Technik ein Modell eines Gerätes gebaut, welches es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen sollte, gedruckte Texte in Normalschrift zu lesen, indem das Gerät die einzelnen Buchstaben in die Brailleschrift (Blindenschrift) übersetzt. Nach einem Jahr Pause habe ich 2007 mein erstes Jugend-Forscht-Projekt weiterentwickelt zum „Fluxomat aero“, mit dem es nun auch möglich war, die Formaldehydbelastung direkt in der Luft in einem Schnelltestverfahren zu messen. (siehe auch Links auf jonasbaumann.de).
Wie kommt man überhaupt auf solche Ideen? Schon früh mit dem Technik-Baukasten gespielt…?
Auf die Ideen zu den einzelnen Projekten bin ich fast immer zufällig oder spontan gekommen. Allerdings war technisches Interesse und ein gewisses Know-how notwendig, um die Ideen letztendlich in die Tat und ein Produkt umsetzen zu können.
Du scheinst ja eine Vorliebe für das Lösen von Problemen und das Herumtüfteln zu haben: Siehst du da Parallelen zwischen dem „Problemlösen“ und Tüfteln beim Bouldern und deinem Erfinderdasein?
Sicherlich ist gerade bei den auf internationalen Wettkämpfen gestellten Problemen – vor allem bei sehr technischen Bouldern – oft eine Menge Kreativität gefragt. Außerdem ist eine gewisse Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit bei der Lösung beider Arten von Problemen von entscheidender Bedeutung.
John Gill, der Urvater des Boulderns, ist ja auch Mathematiker…
In solche Fakten kann man natürlich eine Menge hineininterpretieren… Auffällig ist jedoch, dass sehr viele Kletterer – wie zur Zeit zum Beispiel nahezu alle Mitglieder des Boulderkaders – ein ingenieurwissenschaftliches Studium absolvieren – sich also auch beruflich problemlösend betätigen wollen… Vielleicht gibt es da ja doch einen Zusammenhang…
Du hast gerade in Dortmund mit dem Studium Wirtschaftsingenieurwesen begonnen – wo soll es denn später beruflich hingehen?
Genau in diesen Bereich: Da gibt es viele Möglichkeiten, nach dem Studium in den Schnittstellen zwischen Ingenieuren und Betriebswirten tätig werden zu können.
Neben deiner aktiven Wettkämpferkarriere bist du auch noch Landestrainer in NRW sowie nationaler Routenbauer und Schiedsrichter– du kennst also den Klettersport von fast allen Seiten und tanzt auf vielen Hochzeiten. Hast du da nicht manchmal Angst, dass dein eigenes Klettern zu kurz kommt?
Eigentlich nicht! Ich denke sogar, dass ich häufig von der Möglichkeit profitiere, den Sport mal aus anderen Perspektiven als aus denen des Athleten betrachten zu können. So motiviert mich die Tätigkeit als Landestrainer, mich auch mit meinem eigenen Training stärker auseinanderzusetzen und in der Tätigkeit als Trainer gewonnene Erkenntnisse auch in mein eigenes Training einfließen zu lassen. Das gleiche gilt fürs Schrauben – ich denke, es fällt mir oft leichter zu erahnen was sich ein Schrauber eines Wettkampfes dabei gedacht hat, Griffe in einer bestimmten Anordnung an die Wand zu schrauben. Es ist auch kein Nachteil, als Athlet Ahnung vom Regelwerk zu haben…
Dortmund ist natürlich nicht die Welthauptstadt des Felskletterns: Wie sehen deine Felskletter- oder Boulder-Ambitionen aus? Irgendwelche Vorlieben/Hot Spots?
Felsen sind hier in Dortmund natürlich ein sehr rares Gut… Ich versuche aber, wenn ich Zeit dafür habe, an die Felsen dieser Welt zu fahren. Dies war bislang leider nicht allzu oft der Fall. Fontainebleau ist sicherlich eines der interessantesten Gebiete in mehr oder weniger naher Umgebung. Wenn ich dann jedoch mal raus komme – nach Fontainebleau zum Beispiel – dann versuche ich möglichst viel zu klettern. Anstatt irgendwelche sehr schweren Boulder lange zu projektieren, versuche ich lieber viele immer noch schwere, aber für mich schneller kletterbare Boulder zu machen – mich also einfach viel am Fels zu bewegen.
Das Bouldern hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt: von einer Trainingsform für das „echte“ Klettern hin zu einer eigenständigen Trendsportart. Wo siehst du die Gründe hierfür und worin liegt für dich die Faszination des Boulderns?
Beim Bouldern ist ein großer Anteil der Komponenten, die das Klettern ausmachen, auf wenige Züge konzentriert, was das Ganze sehr interessant macht. Hinzu kommt, dass das Bouldern zwar ein Sport ist, bei dem man zunächst mal komplett selbstständig den Boulder hochkommen muss, der aber gleichzeitig am meisten Spaß macht, wenn man sich mit Freunden den gleichen Problemen stellt und sie gemeinsam erarbeitet – Bouldern ist also einfach das geselligere Klettern!
Die Fragen stellte Matthias Keller
Jonas Baumann
Geburtsdatum: 2.9.86
Wohnort: Dortmund
Beruf: Student Wirtschaftsingenieurwesen
Sponsoren: Mammut, Powerbar
Webseite: www.jonasbaumann.de
Erfolge:
3. Platz Boulder-Weltcup Erlangen 2007
5. Platz Boulder- Weltcup Moskau 2008
8. Platz Gesamtweltcup Bouldern 2008
5. Platz Weltcup Speed Dresden 2007
Dt. Meister Bouldern 2006, Vizemeister 2008
© Deutscher Alpenverein, Matthias Keller 

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